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Protokoll zur Neugründung der KKG 1950

Im Jahre 1950 gründeten einige Karnevalisten, unter ihnen auch der spätere Präsident Franz Schreiber, die KKG neu. Nach dem Krieg sollte nun der Körbecker Karneval wieder belebt werden. Mit dem unten stehenden Protokoll wurde nun eine neue Blütezeit des Körbecker Karnevals eingeläutet die sich bis heute immer weiter entwickelt hat. Das Protokoll wurde natürlich mit dem nötigen Karnevalistischem Humor erstellt.

(Original Wortlaut)
Telegramm aus dem Narren-Hauptquartier "zum sanften Jupp"

Freunde und Gönner des traditionellen Körbecker Karnevals!

Am 12.2. um 21.11 Uhr wurde im Gasthof von Rüden die Neu-Gründung der Körbecker Karnevalsgesellschaft bekannt gegeben.

Unter dem Motto: "So fast aus Körbecke - denn wie die Alten sungen, so zwitschern heut wieder die Jungen"

Mit diesem Motto wurde in der Versammlung an die alte Tradition wieder angeknüpft, und die kommenden Narrengesetze festgelegt und verkündet. Daß die A l t e n verstehen, diese Tradition zu erneuern und zu festigen, stellten sie bei der Neu-Gründung unter Beweis. Der Beweis verpflichtet - und soll am Dienstag, dem 21.2. bekräftigt werden, mit dem Ziel:

Den rheinischen Humor nicht nur am Rhein - sondern auch in unserm Körbecke an der Waterkant voll zur Geltung zu bringen - wie "in alten Zeiten."
Die Körbecker Karnevalsgesellschaft ausgerüstet mit vielen Narrenstatuten ruft daher zur aktiven Mitarbeit auf und appelliert besonders an die älteren Freunde des Karnevals.
Sie sollen ihre Narrenweisheit - ihre jahrelange Erfahrung auf dem Alau-Gesetz ihren zünftigen Nachfolgern v o l l zur Verfügung stellen.

Die Spielregel der Narrenfreiheit m u ß in Körbecke eingehalten werden - abseits stehen gibt es in dieser Narretei nicht -.

Körbecker Narren heraus - am Dienstag, dem 22.2. steigt die Krönung des Prinzen Karnevals. Er und sein Hofstaat regieren am Dienstag in Körbecke. 1 Tag ohne Sorgen - 1 Tag voll Humor. Sämtliche bisherigen .................. Anträge an die jetzige Gemeinde werden an diesem Tage von dem Prinzen Karneval und seinem Hofstaat in großzügiger Art und Weise genehmigt:

Wie: Bau-Zuschüsse, Lastenausgleichsermäßigung, Kinderbeihilfe, Ehestandsdarlehen usw.

Der Prinzen-Karnevalsstab hebt das Formulargesetz auf. Von der Wiege bis zur Bahre - Formulare-Formulare existiert nicht mehr an diesem Tag. Aus!

Die amtliche Mitteilung der Karnevalsgesellschaft: Zahl der Mitglieder: 78 Narren. Kassenbestand: Für den Anfang sehr erheblich. Gewählt wurden: 13 Narren bewährten Einschlages zum Komitee.

Das Programm für den Umzug ist schon jetzt in reichhaltiger Auswahl. Im Narren-Hauptquartier laufen stündlich Meldungen über die Teilnahme neuer origineller Gruppen ein. Sollten die in Körbecke befindlichen Bauernfahrzeuge nicht ausreichen, auf Grund des angesammelten Spielmaterials - was durchaus möglich ist, so haben wir bereits in den nachbarlichen Amtsdörfern zwecks leihweiser Überlassung von Fahrzeugen Vorsorge getroffen.

In Anbetracht der Kürze bis zur Gründung des Dienstags-Narrenstaates sind Versammlungen am laufenden Band angesagt. (In der Kürze liegt die Würze.) Am 15.2. 20,11 Uhr bei Kirchhofs Frieda, Freitag, den 17.2. 20,11 Uhr bei Böhmers Eberhard und am Sonntag, den 19.2. 20,11 Uhr beim Dicken Ramm. Am Rosenmontag treffen wir uns bei Haarhofs Franz.

Eingeladen sind ferner: Wenigstens 1-2 Mann der einzelnen Spielgruppen, sowie alle erfahrenen alten Karnevalisten.

Im Entwurf gezeichnet, vorgelesen und genehmigt:

Rumps Lange, Schmitten Jupp und Trompeters Heinrich
als Beauftragte des Narrenkomitees.

Alau - Alau! Auf in den Karneval!

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